Der chinesische Technologieriese Alibaba Group hat eine neue Generation seiner führenden künstlichen Intelligenzmodelle, Qwen3, vorgestellt und damit seine Entschlossenheit bekräftigt, an der Spitze des globalen KI-Rennens zu bleiben, das seit Anfang 2025 nach dem Auftauchen eines leistungsstarken Modells von DeepSeek an Fahrt gewonnen hat.
Die Qwen3-Serie umfasst mehrere fortschrittliche Modelle, darunter zwei, die auf der Technologie „Mixture-of-Experts“ (MoE) basieren, einem zunehmend beliebten Ansatz, der Aufgaben unter mehreren spezialisierten Submodellen aufteilt, ähnlich wie ein Expertenteam komplexe Probleme angeht. Solche Systeme ermöglichen eine schnellere, genauere und energieeffizientere Ausführung von Aufgaben wie mathematischen Berechnungen und Programmierung. In diesen Bereichen behauptet Alibaba, dass Qwen3 mit DeepSeek konkurriert und es sogar übertrifft.
Das Unternehmen hob insbesondere hervor, dass die neue Generation von Modellen die Implementierungskosten im Vergleich zu Wettbewerbern erheblich senkt, um Unternehmen und Entwicklern, die leistungsstarke, aber zugängliche KI-Tools suchen, anzuziehen.
Alles im Namen von Qwen
Seit CEO Eddie Wu im Februar erklärte, dass das Hauptziel des Unternehmens die Entwicklung künstlicher allgemeiner Intelligenz (AGI) ist, hat Alibaba das Tempo bei der Einführung neuer KI-Lösungen beschleunigt. Vor wenigen Wochen führten sie das Modell Qwen 2.5 ein, das in der Lage ist, Text, Bilder, Ton und Video zu verarbeiten – mit ausreichend optimierter Leistung, um auf Mobiltelefonen verwendet zu werden.
Im März wurde eine neue Version der Quark-Anwendung eingeführt, einem digitalen Assistenten, der Alibabas KI-Modelle für alltägliche Aufgaben wie Suchen, Übersetzen und Verwalten von Dokumenten nutzt. Alle Qwen3-Modelle werden Open Source sein, was einen bedeutenden Schritt in Richtung einer transparenteren Entwicklung künstlicher Intelligenz darstellt, insbesondere im Kontext der zunehmenden Anforderungen an die regulatorische Aufsicht über fortschrittliche KI-Systeme.
