Der Gläubigervertreter von FTX, Sunil Kavuri, erklärte, dass die bankrotte Kryptowährungsbörse nun drei Runden von Auszahlungen in Höhe von insgesamt etwa 7,1 Milliarden Dollar abgeschlossen hat.
Das Insolvenzvermögen der mittlerweile nicht mehr existierenden Krypto-Plattform, die im November 2022 zusammenbrach, benötigte fast drei Jahre, um diesen Stand zu erreichen.
Nächste Auszahlung für Januar geplant
Laut dem neuesten Update zahlte FTX am 18. Februar 454 Millionen Dollar für Ansprüche unter 50.000 Dollar, gefolgt von einer viel größeren Auszahlung von 5 Milliarden Dollar am 30. Mai, die sowohl Ansprüche unter 50.000 Dollar als auch größere Ansprüche abdeckte.
Die dritte Tranche von 1,6 Milliarden Dollar wurde am 30. September ausgezahlt, erneut über beide Kategorien von Ansprüchen. Kavuri schätzte, dass die Gesamtvermögen von FTX etwa 16-17 Milliarden Dollar betragen und erklärte, dass die nächste Auszahlungsrunde derzeit für Januar 2026 erwartet wird, mit einer Bestätigung des Stichtags im Dezember.
Die neuesten Entwicklungen kamen nur wenige Tage, nachdem der FTX Recovery Trust seinen Antrag zurückgezogen hatte, die Auszahlungen an Gläubiger in fast 50 ausländischen Jurisdiktionen, darunter China, Saudi-Arabien, Russland und die Ukraine, zu beschränken, nachdem es heftige Gegenreaktionen von betroffenen Gläubigern gegeben hatte. Der Antrag wurde ursprünglich im Juli eingereicht, um die Auszahlungen in Ländern mit unklaren oder restriktiven Kryptowährungs-Gesetzen auszusetzen.
Allerdings, auch wenn die Gelder allmählich zurückgegeben werden, hat der politische, rechtliche und reputationsbezogene Kampf rund um diesen Fall nicht nachgelassen, da der verurteilte Gründer des Unternehmens, Sam Bankman-Fried, weiterhin versucht, die Narrative aus dem Gefängnis zu beeinflussen.
SBF taucht wieder auf
Anfang dieses Monats trat Bankman-Fried erneut in die Insolvenzgespräche ein, um erneut die Motive des Insolvenzvermögens in Frage zu stellen und implizierte, dass der Zusammenbruch von FTX nicht auf Betrug, Unterschlagung oder leichtfertigen Einsatz von finanzieller Hebelwirkung zurückzuführen sei, sondern eher auf etwas, das näher an Sabotage oder bürokratischer Behinderung liegt.
