Die Aktienindizes in Europa, Asien und Amerika verzeichneten am Donnerstag Rückgänge, hauptsächlich aufgrund eines starken Rückgangs der Aktienkurse von Nvidia und des Drucks auf den Technologiesektor sowie des langsameren Wachstums der chinesischen Wirtschaft, das die asiatischen Märkte beeinflusst.
An der Wall Street erlebten die Aktienindizes am Donnerstag ihren größten täglichen Rückgang seit über einem Monat. Der Dow Jones fiel um 1,65 Prozent auf 47.457 Punkte, während der S&P 500 um 1,66 Prozent auf 6.737 Punkte einbrach und der Nasdaq -Index um 2,29 Prozent auf 22.870 Punkte fiel.
Der Technologiesektor steht unter Druck durch Kapitalumorientierung
Der Technologiesektor war gestern am stärksten unter Druck, was in den letzten Wochen häufig vorkam, da die Anleger befürchten, dass die Aktienkurse in diesem Sektor zu hoch sind. Dieser Sektor hat lange Zeit starkes Wachstum verzeichnet, angeheizt durch die Euphorie rund um die Entwicklung der künstlichen Intelligenz, aber jetzt glauben einige Anleger, dass die Aktienkurse im Technologiesektor zu hoch sind, was sie dazu veranlasst, Kapital in andere Sektoren umzuschichten. Gestern fielen unter anderem die Aktien von Nvidia, Broadcom und Tesla zwischen 3,6 und 6,6 Prozent.
„Es gibt viel Unsicherheit über den Zustand der US-Wirtschaft. Wir durchlaufen eine kleine Korrektur im Sektor der künstlichen Intelligenz, und wir sehen auch eine Rotation des Kapitals auf dem Markt“, sagt Peter Cardillo, ein Ökonom bei Spartan Capital Securities.
Fed und Unsicherheit bezüglich der Zinssätze
Negative Auswirkungen auf den Markt ergeben sich auch aus der Unsicherheit bezüglich der Zinssätze. Vor kurzem waren die Anleger überzeugt, dass die Fed die Zinsen bei der Sitzung im Dezember um 0,25 Prozentpunkte weiter senken würde. Dies wird jedoch zunehmend unsicher, da viele Fed-Beamte vorsichtig darauf hinweisen, dass die Inflation weiterhin deutlich über den Zielwerten von etwa 2 Prozent liegt. Wie sich die Inflation in den USA entwickelt, ist nicht bekannt, ebenso wie andere Wirtschaftsindikatoren in den letzten Wochen unbekannt geblieben sind, da die Bundesbehörden seit Anfang Oktober nicht mehr arbeiten.
Sie haben gestern nach einer Rekordstilllegung von 43 Tagen den Betrieb wieder aufgenommen, sodass in den kommenden Wochen mit einer Normalisierung der Veröffentlichung offizieller Wirtschaftsindikatoren zu rechnen ist.
„Die grundlegende Frage ist, ob die durch erhöhte Zölle verursachte Inflation vorübergehend und einmalig ist. Deshalb sind die Fed-Beamten unsicher über weitere Zinssenkungen“, erklärt Jake Dollarhide, ein Analyst bei Longbow Asset Management.
