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An der Wall Street fallen die Aktienkurse zum fünften Mal in Folge

Am Donnerstag fielen die Dow-Jones- und S&P-500-Indizes an der Wall Street zum fünften Mal in Folge, da eine neue Reihe von Wirtschaftsdaten die Unsicherheit darüber, wann die US-Notenbank beginnen wird, ihre stimulierenden geldpolitischen Maßnahmen zu reduzieren, nicht verringern konnte.

Der Dow Jones schwächte sich um 0,43 Prozent auf 15.821 Punkte. Der S&P 500 fiel ebenfalls um 0,43 Prozent auf 1.785 Punkte, während der Nasdaq-Index um 0,12 Prozent auf 4.033 Punkte sank.

Laut der zweiten Schätzung beschleunigte sich das Wachstum des US-Bruttoinlandsprodukts im dritten Quartal auf 3,6 Prozent, was das größte Wachstum seit dem ersten Quartal des letzten Jahres darstellt und die erwarteten 3 Prozent übertraf.

Dies wird jedoch größtenteils einem starken Anstieg der Bestände zugeschrieben, sodass im vierten Quartal mit einer Verlangsamung der Aktivität gerechnet wird.

Dies wird auch durch die ersten Daten aus dem Oktober angezeigt. Gestern wurde berichtet, dass die Aufträge für Industrieprodukte in diesem Monat um 0,9 Prozent gesunken sind.

Mehrere große Einzelhandelsketten berichteten im November von schwächeren als erwarteten Verkaufszahlen, was einige Analysten dazu veranlasste, zu schätzen, dass das US-BIP im letzten Quartal dieses Jahres nur um etwa 2 Prozent wachsen wird, was deutlich langsamer ist als im dritten Quartal.

Andererseits wurde gestern bekannt gegeben, dass die Zahl der Arbeitslosenanträge in der letzten Woche unerwartet gesunken ist, was darauf hindeutet, dass sich die Situation auf dem US-Arbeitsmarkt weiterhin verbessert.

Aufgrund all dessen gibt es immer noch viel Spekulationen auf dem Markt darüber, wann die Fed möglicherweise beginnen könnte, ihre Kaufprogramme für Staats- und hypothekenbesicherte Wertpapiere, die mit 85 Milliarden Dollar pro Monat bewertet werden, zu reduzieren.

Die größte Volkswirtschaft der Welt wächst stetig, aber die Frage bleibt, ob das Wachstum langsamer werden würde, wenn die Fed ihre stimulierenden Programme reduziert, die frisches, günstiges Geld in die Finanzmärkte einspeisen, um Kredite und Wachstum zu fördern.

Darüber hinaus sind die stimulierenden geldpolitischen Maßnahmen der Fed seit langem die Haupttreiber des Wachstums der Aktienkurse, was die Anleger befürchten lässt, dass eine Reduzierung dazu führen könnte, dass der Markt Unterstützung verliert.

Auch die europäischen Aktienkurse fielen gestern. Der Londoner FTSE schwächte sich um 0,18 Prozent auf 6.498 Punkte, während der Frankfurter DAX um 0,61 Prozent auf 9.084 Punkte fiel und der Pariser CAC um 1,17 Prozent auf 4.099 Punkte sank.