Wie oft waren Sie von einer guten Geschichte fasziniert? Denken Sie eine Minute darüber nach, und das Ergebnis wird erstaunlich sein: viel häufiger, als Sie denken.
Wie oft sind Sie nachts wach geblieben, weil Sie ein Buch nicht aus der Hand legen oder den Fernseher wegen eines fesselnden Films nicht ausschalten konnten? Was hat Sie davon abgehalten? Natürlich eine gute und spannende Geschichte. Oder ein Artikel in der Zeitung, der Ihre Meinung geändert hat.
Es besteht kein Zweifel, dass Geschichten die Art und Weise verändern können, wie wir denken, handeln und fühlen. Menschen, die andere führen, sei es Unternehmenspräsidenten oder Teamleiter, nutzen die Kraft einer guten Geschichte, um Menschen zu beeinflussen oder zu motivieren. Geschichten, d.h. mündliche Tradition, sind die häufigsten Grundlagen, auf denen die gesamte Unternehmenskultur aufgebaut ist.
Das erste Mal, dass ich auf diese Methode stieß, war vor etwa zehn Jahren bei einer Schulung in London. Ich erinnere mich, dass es ein Workshop über interne Kommunikation war, und wir verbrachten den ganzen Tag damit, zu üben, wie wir die interne Kommunikation mit verschiedenen Kommunikationswerkzeugen verbessern können. Vertikal und horizontal. Eines dieser Werkzeuge, das Geschichtenerzählen, wurde uns von John Smith (!), einem Iren, vorgestellt, der alle anderen Trainer mit seinen Erzählfähigkeiten in den Schatten stellte. Obwohl die Geschichte nicht direkt mit interner Kommunikation zu tun hatte, verstanden wir alle, was der ‚Schreiber/Erzähler‘ vermitteln wollte, und ich erinnere mich an diese Geschichte, oder besser gesagt an das Werkzeug ‚Geschichten erzählen‘, als ein kraftvolles Kommunikationsmittel oder Übertragungsmittel von Botschaften, mehr als an alles andere aus der gesamten Schulung.
Seitdem ist das Geschichtenerzählen fast immer Teil meiner Art, Wissen an die Teilnehmer weiterzugeben, in den Schulungen, die ich durchführe. Es ist besonders nützlich, wenn es um Themen wie Führung und Teamarbeit geht. Es gibt fünf Arten von Geschichten, die Sie verwenden können, um die Menschen, die Sie führen, zu motivieren:
1. Die „Wer bin ich“-Geschichte ist besonders geeignet, wenn Sie gerade erst begonnen haben, ein Team zu führen, oder neu in einer Führungsposition im Unternehmen sind. Natürlich werden andere sofort anfangen zu beurteilen, wer Sie sind und wie Sie sind. Dies ist eine natürliche Reaktion, bei der die Menschen Sie möglicherweise als autoritäre Person wahrnehmen, die zum Kontrollieren neigt, oder als schwache Person, die nicht weiß, was sie will. All dies, ohne Sie wirklich kennenzulernen. Hier wird die ‚Wer bin ich‘-Geschichte äußerst nützlich sein, denn das Geschichtenerzählen wird Ihnen helfen, die bestehenden Mauern abzubauen, dem Rest des Teams zu zeigen, was Sie tatsächlich motiviert, und zu zeigen, dass Sie eine Person wie sie sind. In solchen Situationen ist es besonders angebracht, eine Geschichte über einige Ihrer Fehler (natürlich einige kleinere) zu erzählen, um dem Team zu zeigen, dass Sie ihnen vertrauen und dass Sie auch eine menschliche Seite haben.
