Das 4. Delphi Economic Forum findet derzeit in Brüssel statt, ein Treffen, bei dem Südosteuropa und das östliche Mittelmeer auf die europäische politische Realität treffen. In den Hallen, in denen normalerweise europäische Vorschriften und Klimaziele diskutiert werden, konzentrierte sich das Gespräch diesmal auf – Souveränität.
Nicht die politische Souveränität, sondern die wirtschaftliche – die Frage, wer tatsächlich in Europa produziert, exportiert und Werte schafft, und ob der alte Kontinent eine Strategie für eine schnell fragmentierende Welt hat.
Auf dem Panel zur öffentlich-privaten Zusammenarbeit und dem Potenzial der ‚Made in EU‘-Industrie teilte Kostas Salvaras, Vizepräsident für Südosteuropa bei Philip Morris International, interessante Gedanken mit dem Publikum.
– Die Landschaft wird zunehmend komplexer durch protektionistische Politiken, hauptsächlich aus den USA. Wenn wir über Souveränität sprechen, reden wir nicht mehr nur über Energie, sondern auch über Rohstoffe, künstliche Intelligenz, Rechenzentren und alles andere. Als jemand, der ein Unternehmen mit einem signifikanten Fußabdruck in Südosteuropa leitet, habe ich den Eindruck, dass Europa langsam reagiert, während andere bereits laufen – sagte Salvaras.
Seine Botschaft war klar: Die Europäische Union vergisst, dass ihre Stärke immer noch in traditionellen Industrien liegt – in denen, die beschäftigen, exportieren und den Staatshaushalt füllen. Philip Morris, sagt er, hat 19 Fabriken in Europa, von denen 15 ausschließlich rauchfreie Produkte herstellen und direkt und indirekt über eine Million Arbeitsplätze unterstützen.
– Wenn die EU uns als Teil ihrer Souveränität betrachten möchte, dann streben wir nach angemessenen und fairen Steuerregelungen. Die Rahmenbedingungen müssen realistisch und vorhersehbar sein, nicht übermäßig und unvorhersehbar – erklärte er.
