Die Inflation in der Eurozone beschleunigte sich im November, und Kroatien überstieg mit dem stärksten Preisanstieg seit dem Frühling deutlich den europäischen Durchschnitt, wie vorläufige Berechnungen des europäischen Statistischen Amtes am Freitag zeigten. Die jährliche Inflationsrate in der Eurozone, gemessen am harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI), betrug im November 2,3 Prozent, so die vorläufigen Berechnungen des europäischen Statistischen Amtes.
Im Oktober waren die Preise um 2,0 Prozent gestiegen, was eine dreimonatige Phase der Entspannung der Inflation beendete. Die stärksten Preiserhöhungen im abgelaufenen Monat gab es im Dienstleistungssektor, der um 3,9 Prozent anstieg, nur geringfügig weniger als im Vormonat, so die revidierten Daten. Frische Lebensmittel folgten, die 2,4 Prozent teurer waren als im Vorjahr, stellten die Statistiker fest. Der Preisanstieg war jedoch deutlich milder als im Oktober, als sie um 3,0 Prozent gestiegen waren.
Energie hingegen war um 1,9 Prozent günstiger. Im Oktober waren die Preise im Vergleich zum gleichen Monat des Vorjahres um bis zu 4,6 Prozent gesunken. Wenn man Energie und frische Lebensmittel ausschließt, lagen die Preise in der Eurozone im November um 2,8 Prozent höher als im gleichen Monat des Vorjahres, berechnete Eurostat. Dies bedeutet, dass die Kerninflationsrate leicht höher war als im Oktober. Monatlich fielen die Preise in der Eurozone im November um 0,3 Prozent, nach dem gleichen prozentualen Anstieg im Vormonat.
