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‚Dieselkrise‘ Neues Risiko für die deutsche Wirtschaft

Die Beteiligung deutscher Automobilhersteller am Skandal um die Fälschung von Emissionsdaten stellt ein Risiko für die größte europäische Wirtschaft dar, warnt das Finanzministerium und weist darauf hin, dass es derzeit nicht möglich ist, diese Bedrohung zu quantifizieren.

Der Skandal brach vor fast zwei Jahren aus, nachdem der Automobilriese Volkswagen zugegeben hatte, Emissionsdaten von Dieselfahrzeugen während Tests in den USA gefälscht zu haben.

In seinem neuesten Monatsbericht über den Stand der Wirtschaft kategorisierte das deutsche Finanzministerium dies unter den Risiken für die wirtschaftliche Aktivität, neben der britischen Entscheidung, die Europäische Union zu verlassen, und der amerikanischen protektionistischen Handelspolitik.

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– Risiken, die mit dem spezifischen Modus des Brexits und der zukünftigen amerikanischen Handelspolitik verbunden sind, bleiben bestehen, erklärt das Ministerium.

– Darüber hinaus sollte die sogenannte Dieselkrise als ein neues Risiko für die deutsche Wirtschaft charakterisiert werden, obwohl ihre Folgen derzeit nicht quantifiziert werden können, betonen sie im neuesten Bericht, der am Montag veröffentlicht wurde.

Die Automobilindustrie ist der größte Exportsektor der deutschen Wirtschaft und beschäftigt rund 800.000 Arbeitnehmer.

Im zweiten Quartal kam der stärkste Impuls für das Wachstum von 0,6 % aus starkem öffentlichen und privaten Konsum. Der Außenhandel verlangsamte das Wachstum, da die Exporte weniger stark zunahmen als die Importe.

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Das Ministerium erwartet auch eine Fortsetzung des Aufwärtstrends in der Industrie im dritten Quartal und stützt die Prognose auf starke Aufträge und optimistische Erwartungen der Unternehmen.

Die Dieselkrise könnte jedoch die wirtschaftliche Perspektive überschattet, warnen sie. Angesichts der Bedeutung der Automobilindustrie müssen ihre Folgen als Risiko für die Trends der Gesamtwirtschaft im mittelfristigen Zeitraum charakterisiert werden, vermittelt das Ministerium.

Zu Beginn des Monats erzielten Politiker und Führungskräfte der Automobilindustrie eine Einigung über Softwaremodifikationen für 5,3 Millionen Dieselfahrzeuge, um die Verschmutzung zu reduzieren und den angeschlagenen Ruf der Branche wiederherzustellen.

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Europäische Regulierungsbehörden haben auch eine separate Untersuchung eingeleitet, die auf Vorwürfen illegaler Absprachen unter einer Gruppe deutscher Automobilhersteller basiert, um den Wettbewerb auf dem Markt einzuschränken.