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Im Fokus: Europäische Zentralbank und Beschäftigungsbericht in den USA

In dieser Woche wird an der Wall Street ruhiger Handel erwartet, da die S&P 500- und Dow Jones-Indizes auf Rekordhöhen verharren, und ob sie weiter steigen können, wird von den Beschäftigungsdaten in den USA und den Entscheidungen der Europäischen Zentralbank abhängen.

In der vergangenen Woche stärkte sich der Dow Jones um 0,7 Prozent auf 16.717 Punkte, während der S&P 500 um 1,2 Prozent auf 1.923 Punkte stieg und der Nasdaq-Index um 1,4 Prozent auf 4.242 Punkte zunahm.

Die Dow Jones- und S&P 500-Indizes erreichten in der vergangenen Woche neue Rekordniveaus aufgrund des Anlegervertrauens, dass die US-Notenbank nicht hastig die Leitzinsen erhöhen wird. Es wird angenommen, dass die Fed eine lockere Geldpolitik beibehält, bis die Wirtschaft fest auf dem Weg der Erholung ist.

Aufgrund eines sehr strengen Winters fiel das Bruttoinlandsprodukt der USA im ersten Quartal um 1 Prozent, was den ersten Rückgang in drei Jahren markiert. Eine Reihe von aktuellen Daten deutet jedoch auf eine Beschleunigung des Wirtschaftswachstums zu Beginn des zweiten Quartals hin. Dennoch ist das Wachstum nicht stark genug, damit die Fed hastig in eine Straffung der Geldpolitik übergeht.

Darüber hinaus bleibt die Inflation niedrig, was auf ein unzureichend starkes Konsumwachstum zurückzuführen ist. Die Beschäftigung in den USA steigt seit Monaten, aber obwohl sich der Arbeitsmarkt erholt, steigen die Löhne nicht, und somit können weder der Konsum noch die Inflation signifikant gestärkt werden.

Daher werden in dieser Woche die Beschäftigungsdaten im Fokus der Anleger stehen. In einer Umfrage von Reuters schätzen Analysten, dass die Zahl der Beschäftigten im Mai um 215.000 gestiegen ist, nach einem starken Anstieg von 288.000 im April, dem höchsten seit Januar 2012.

„Es ist entscheidend, dass das Beschäftigungswachstum von Lohnwachstum begleitet wird, was auch zu einem Anstieg der Inflation führen würde“, sagt Quincy Krosby, Analyst bei Prudential Financial.

Die Europäische Zentralbank könnte diese Woche ebenfalls positiv auf die Märkte einwirken, wenn sie, wie erwartet, die Geldpolitik weiter lockert, um das Wirtschaftswachstum in der Eurozone zu stimulieren und das Risiko einer Deflation einzudämmen.