Der Rückgang der Aktivität im privaten Sektor der Eurozone hat im August seinen Tiefpunkt erreicht, deutet eine Umfrage des renommierten Markit-Instituts an, dessen vorläufige Daten am Donnerstag einen fortgesetzten Abwärtstrend für den siebten Monat in Folge zeigten, wenn auch in langsamerem Tempo als im Juli.
Die vorläufigen Ergebnisse der Markit-Umfrage, an der 5.000 Unternehmen aus den Dienstleistungs- und Produktionssektoren der Eurozone beteiligt waren, schätzen, dass der gesamte Einkaufsmanagerindex (PMI) für August bei 46,6 Punkten liegt, was einen Rückgang der Aktivität für den siebten Monat in Folge signalisiert. Im Juli lag er bei 46,7 Punkten.
Werte unter 50 Punkten deuten auf einen Rückgang der Aktivität hin, während Werte darüber auf Wachstum hindeuten.
Gleichzeitig verzeichnete der Industriesektor im August eine spürbare Verbesserung, wobei der Index von 44,0 Punkten im Juli auf 45,3 Punkte im August stieg.
Die Situation im Dienstleistungssektor spiegelt den gegenteiligen Trend wider, da der Index von 47,9 Punkten im Juli auf 47,5 Punkte im August fiel.
Die Daten für einzelne Länder spiegeln einen ‚umfassenden Trend‘ des Rückgangs wider, wobei der Rückgang in Deutschland beschleunigt, während der in Frankreich schwächer wird, merkt Markit an.
– Die Hoffnungen, dass die Stärke der deutschen Wirtschaft zur Erholung der breiteren Währungsunion beitragen würde, wurden durch das beschleunigte Tempo des Rückgangs in Deutschland und neue Hinweise, dass sich der Exportmotor in den ‚Rückwärtsgang‘ geschaltet hat, ernsthaft untergraben – schlussfolgert Markits leitender Ökonom Rob Dobson.
Somit fiel der gesamte PMI für Deutschland im August auf den niedrigsten Stand seit 38 Monaten mit 47,0 Punkten, nach 47,5 Punkten im Juli. In Frankreich stieg er auf 48,9 Punkte, nach 47,9 Punkten im Juli.
