China hat 150 A320-Flugzeuge vom europäischen Flugzeughersteller Airbus bestellt und sich im Gegenzug einen Vertrag über den Bau einer Airbus-Fabrik auf chinesischem Territorium gesichert, was einen bedeutenden Aufschwung der sino-französischen Geschäftsbeziehungen nach dem Besuch des französischen Präsidenten Jacques Chirac in Peking markiert.
Das Montagewerk für Airbus A320-Flugzeuge wird im Hafen von Tianjin im Norden Chinas, nicht weit von Peking, angesiedelt sein. Das erste Flugzeug wird voraussichtlich 2009 aus der neuen Anlage rollen, wobei monatlich vier Einheiten montiert werden, kündigte das europäische Unternehmen an. "Das bedeutet für uns die Entwicklung einer langfristigen Vision in Zusammenarbeit mit den Chinesen," erklärte der CEO des Unternehmens, Louis Gallois.
"Es ist klar, dass die Montage von Flugzeugen in China einen Anreiz für die Chinesen darstellen wird, mehr unserer Flugzeuge zu kaufen," fügte Gallois hinzu. Der Anteil von Airbus an der geplanten Fabrik in Tianjin wird 51 Prozent betragen,
so Quellen, die den Verhandlungen zwischen China und dem europäischen Hersteller nahe stehen.
Die Bestellung von 150 A320-Flugzeugen ist Teil von insgesamt 14 Verträgen, die China und Frankreich in Peking unterzeichnet haben. Der Wert wurde nicht bekannt gegeben, dürfte jedoch mehrere Milliarden Dollar erreichen. Der Vertrag über die Lieferung von 150 Flugzeugen umfasst auch eine Option für China, 20 neue Airbus-Großraumflugzeuge vom Typ A350 zu kaufen. (H)
